Ausstellungen | Installationen

Der Himmel über Haan

Kunstprojekt/Installation Rathaus Haan, NRW
schneider+mombaur 2017

„Der Himmel über Haan“ öffnet ein blindes Fenster am Südflügel des historischen Rathauses. Kunstwissenschaftlich betrachtet verbindet das Motiv des Fensters Innen und Außen, Nähe und Ferne und ist in der Romantik Metapher
für die Sehnsucht des Individuums, aus der irdischen Befangenheit insUnbegrenzte vorzustoßen.

Ist das Fenster zugemauert, ist diese Option verbaut. Von innen meist unbemerkt, bleibt der blinde Fleck, das Fenster ohne Funktion, von außen für den aufmerksamen Betrachter sichtbar. Formal passt sich das blinde Fenster in das Gebäude ein.
„Mit Hilfe des Spiegels kam der Mensch nicht nur sich selbst, sondern auch den unendlichen Fernen des Universums näher als mit irgendeinemanderen Medium.“ (Dr. S. Kacunko, Zur Geschichte des Spiegels im Zeitalterdes Bildes.).

In der Installation wird das Fenster durch die den Mauerverbund aufgreifende Struktur des Spiegels in seiner Disfunktionalität enttarnt. Andererseits holt der Spiegel – nicht nur metaphorisch – den Himmel zurück ins Gebäude und damit die Idee der Weite, Weitsicht, Vision. Im Kontext von Politik, wie am Rathaus der Stadt Haan und dem Ratssaal hinter diesem Fenster, eine bemerkenswerte Deutung und auch ein künstlerisches Augenzwinkern.

Das LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland schrieb in der Genehmigung:
„Das Kunstprojekt macht die Architektur des Rathauses selbst zum Thema, will durch eine künstlerische Intervention zu einer diesbezüglichen Bewusstseinsbildung beitragen, indem der Blick auf ein scheinbar „dysfunktionales“ Blindfenster gelenkt wird. … der Aspekt der Bewusstseinsbildung [erscheint] bezüglich historischer Architekturelemente auch im Sinne der Denkmalpflege grundsätzlich unterstützenswert …“ (Thorsten Schrolle, wissenschaftlicher Referent Abteilung Bau- und
Kunstdenkmalpflege des Landes NRW)

Das Projekt ist eine Kunst-Kooperation von schneider+mombaur mit der Stadt Haan, dem Haaner Handwerk und Haaner Unternehmen.

Solus Christus 3D.0 (Installation)

schneider+mombaur

Lutherjahr 2017 | Ev. Kirche Haan, Juni 2017

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Das Projekt Solus Christus 3.D.0 – schneider+mombaur

Zum Lutherjahr/ Reformationsjahr 2017 initiiert die ev. Kirche künstlerische Projekte in verschiedenen Kirchengemeinden des Kreises Mettmann unter dem Stichwort Augenmerk – Kirche neu sehen. Die ev. Kirchengemeinde Haan zeigt unser Projekt Solus Christus.

Ein 3-D-Drucker im Kirchenraum bietet die Möglichkeit, ein besonderes Christussymbol als 3-D-Objekt auszudrucken. Dazu steht ein verrostetes beschädigtes Eisenmodell einer Christus – Figur als Modell zur Verfügung, das in farbigem Kunststoff dreidimensional kopiert und gedruckt wird. Im übertragenen Sinne erfährt die Christusfigur durch den Druckprozess in einem Senkrecht 3-D-Drucker eine ständig sichtbare „Auferstehung“. Dabei bleibt durch die Kunstaktion und die sichtbare Herstellung im Kirchenraum der Kontext mit dem kirchlich–religiösen Bedeutungsgehalt unmittelbar erhalten. Kunstedition in limitierter Auflage.

Theologisch verweist das Konzept auf die 4 Solas der Reformation: hier Solus Christus. Für die Reformatoren bedarf es für den Menschen nur Jesus Christus, um die Gnade Gottes zu empfangen.

Von seinen weltlich-historischen Bezügen verweist das Konzept auf das Prinzip der Vervielfältigung durch die Druckkunst. Die Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern (Mitte des 15. Jahrhunderts / Johannes Gutenberg) löste eine Medienrevolution aus. Die Reformatoren nutzten das neue Massenmedium, um ihre Schriften zu verbreiten. schneider+mombaur übertragen dieses Prinzip der Multiplikation zukunftsweisend auf die Drei-D-Drucktechnik des 21. Jhds.

Die Aktion wird unterstützt vom 3 D Netzwerk Solingen

http://www.3d-druck-solingen.de

schneider+mombaur

http://www.guedny.de/category/musee-sentimentale

http://www.liebergott.de/aktuelles/reformationsjahr-2017/augenmerk-kirche-neu-sehen/

 

Carl Barth Ausstellung. Pumpstation Haan (27.10-4.12.2016)

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Vernissage (27.10.2016, 19.00 Uhr) der Ausstellung zum 120. Geburtstag des Malers Carl Barth (1896-1976) in der Pumpstation Haan. Kurator: Dr. Peter Barth (Sohn des Haaner Malers Carl Barth und Inhaber der renommierten Galerie Remmert und Barth, Düsseldorf (Deutscher Expressionismus, Klassische Moderne, Kunst der 1920er Jahre). Als Erweiterung der Ausstellung zeigt Wolf de Haan im Basement „Textbilder“ zu Emil Barth, dem jüngeren Bruder des Malers. Nach intensiver Beschäftigung mit den Texten und der Biografie Emil Barths legt Wolf de Haan den Fokus auf die literarische Auseinandersetzung des Dichters mit seiner Heimatstadt Haan.
Die „Textbilder“ verbinden zwei Ebenen: Text-Zitate meist über Barths Heimatstadt Haan verortet mit aktuellen Fotos der Stadt.  Jedes der über 40 gezeigten „Textbilder“ klammert im Wortsinn visuelle und literarische Erinnerungs-Fragmente. Fast 60 Jahre nach dem Tod Emil Barths kann der Besucher immer noch überraschend Zutreffendes über die Stadt und ihre Bürger entdecken.

2 – 16. Oktober 2016

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16. und 17. April 2016

Atelier: Düsseldorfer Str. 10-12, 42781 Haan Neanderland TATORTE – offene Ateliers .

Kunstateliers im Kreis Mettmann geöffnet am Samstag von 14 bis 18 Uhr und am Sonntag von 11 bis 18 Uhr.

Die Künstlerin Güdny Schneider-Mombaur, die in Düsseldorf an der Staatlichen Kunstakademie studiert hat,  zeigt in ihrem Atelier in der Düsseldorferstr. 10 , auf der 1. Etage eines alten Fabrikgebäudes im Hinterhof, Malerei und Objekte.  Ihre Werkblöcke China- und Tibetfragmente konzentrierten sich in den letzten Jahren besonders auf Bergbilder aus der Himalaya – Region.
Die TATORTE geben Gelegenheit, die jüngsten Exponate teilweise noch im Entstehungszusammenhang zu betrachten und gleichzeitig auch Arbeiten aus früheren Werkphasen kennenzulernen.

In diesem Jahr zeigt der Fotograf Wolf de Haan als Gast im Vorraum eine Auswahl seiner fotografischen Arbeiten aus den letzten beiden Jahren. Großformatige Porträts  in klassischem Schwarz-Weiß , aber auch farbige dynamische Fotografien zwischen Abbild und Bild.
Das Atelier ist am Samstag, den 16.4.2016 von 14 – 18 Uhr und am Sonntag, den 17.4.2016 von 11 – 18 Uhr geöffnet.

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20.02.2016 | 20:00 Uhr | Kunstmuseum Solingen

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Ein Gedanke zu “Ausstellungen | Installationen

  1. Lieber Fotograf,
    Danke für Dein besonderes Auge und Deine heiterklugen Texte.
    Ich warte auf den nächsten Bildband von Dir.
    Du Großer machst die Kleinen groß.
    In Augenhöhe sagt ein Zwerg herzlich Dankeschööön für Deine Sinnenräusche.

    Gefällt mir

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